Gedenken an einen großen Förderer

Grundschule wird nach der „Legende“ Magnus Hoffmann benannt
Kirchmöser. Kein anderer hat die Entwicklung des Ortsteiles Kirchmöser seit der Wende so geprägt wie Magnus Hoffmann. Er war einer der größten Persönlichkeiten, die Kirchmöser je hatte. Als im November 1992 sein „Kind“, der Bürgerverein Kirchmöser gründete wurde, war die Initiative zunächst den Mächtigen im Brandenburger Rathaus ein Dorn im Auge. Doch die Sympathie in der Bevölkerung für das Team um Hoffmann und die guten Ideen bewirkten bald, das Kirchmöser - der lange vergessene Stadtteil - auch im Rathaus wahrgenommen wurde. Es entstanden unter Hoffmanns Regie ein Aussichtsturm auf dem Zolchberg, wurde eine Müllverbrennungsanlage verhindert, die Seegartenbrücke und Radwege neu gebaut, beide Schulen und der Hohenzollernstein saniert. Hoffmanns größter Verdienst: der Kauf der beiden Industriegebiete durch die Stadt und deren Revitalisierung. Per Parlamentsbeschluss ließ Hoffmann festlegen, dass 20 Mio. Euro vom Bundeseisenbahnvermögen nur in Kirchmöser investiert werden dürfen.
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 Die Eröffnung der Seegartenbrücke mit Ministerpräsident Matthias Platzeck und Oberbürgermeisterin
Dietlind Tiemann war Magnus Hoffmanns (2. von rechts) letzter großer öffentlicher Auftritt. Foto: cg1
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Hoffmann initiierte zudem die Gründung eines Kinder- und Jugendparlamentes, dessen erster Vorsitzender der damalige Saldern-Gymnasiast Jan Penkawa wurde sowie den Elternverein „Zukunft für Kinder“, der den Kindergarten und Hort an der Schule betreibt.
Über zehn Jahre sollte es allerdings dauern bis Millionen flossen und Kirchmöser zu einen der Entwicklungsmotoren in der Region und einen der modernsten Wirtschaftsstandorte der Bundesrepublik wurde. Die jüngsten Erfolge mitzuerleben, waren indes dem Ortsbürgermeister und ehemaligen Chef des Brandenburger Güterbahnhofes nicht vergönnt: er starb vor zwei Jahren an Krebs. Auf Druck der Bevölkerung und des Bürgervereins Pro Kirchmöser - mit wohlwollender Unterstützung von Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann und Hoffmanns Familie, wird dem charmanten Kirchmöseraner nun ein Denkmal gesetzt: die Grundschule Kirchmöser/Ost am Wusterauer Anger 22 a soll per Stadtverordnetenbeschluss am 27. Mai in Magnus-Hoffmann-Schule umbenannt werden. Die Schulkonferenz hat dazu am 11. März einen Beschluss gefasst, den Schulleiter Günter Kolar ans Schulamt weiterleitete. Im Juni - wenn die Schule 80 Jahre alt wird - soll es dazu ein großes Schulfest geben. Der dreifache Familienvater und Preisträger des „Wirtschafts-Bollmanns“ hatte am Erhalt und der aufwändigen Sanierung der Einrichtung maßgeblichen Einfluss.
Magnus Hoffmann wurde am 19.1.1933 im schlesischen Niedersteine geboren. 1947 gelangte er als 14-Jähriger nach Kirchmöser. Nach dem Studium arbeitete er als Lehrausbilder, Betriebsleiter, Bahnhofvorsteher und Abteilungsleiter Güterverkehr. Ehrenamtlich wurde Hoffmann 1994 Kirchmöseraner Ortsvorsteher und seit 1996 auch Stadtverordneter. Magnus Hoffmann starb am 27. März 2007. Seine letzte Ruhestätte hat die Identifikations-Figur, die viele Kirchmöseraner noch heute schmerzlich vermissen, auf dem Friedhof in der Uferstraße gefunden.
Artikel aus dem "PreußenSpiegel" vom 24.05.2009 von René Paul-Peters