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Spritspar-Container aus Brandenburg

Die weltweit ersten Kunststoff-Luftfracht-Container werden in Kirchmöser gefertigt

 

Kirchmöser. Erstmals öffentlich präsentierte die in Kirchmöser neu angesiedelte Conair Product GmbH ihre neuartigen Luftfracht-Container, die ab Jahresende in
Kirchmöser in Serie produziert werden sollen. Die 2005 gegründete Conair stellt weltweit erstmals Container aus feuerfesten Kunststoff her - aus Glasfasern und extrem reißfesten Polypylen. Die 2,07 m langen, 1,69 m hohen und 1,58 m breiten Container, die in vier Jahren entwickelt wurden, seien um das achtfache stabiler als herkömmliche Alu-Container und mit 62 kg 18 kg leichter. Die Fluggesellschaften könnten so mehr Fracht mitnehmen,sparten Treibstoff und Löcher könnten mit einem speziellen Reparaturset schnell geflickt werden, nennt Entwicklungschef Hans  Dieter Panick die Vorteile. Seinen Angaben zufolge rentierten sich die höheren Anschaffungskosten der neuartigen Kunststoff-Container bereits nach zehn Monaten.

 


Der Standort Kirchmöser sei wegen seiner günstigen mittigen Lage zwischen den Flughäfen in Berlin-Schönefeld und Leipzig sowie wegen seiner guten Infrastruktur ausgewählt worden, so Panick, der kommende Woche Fluggesellschaften die ersten acht Prototypen vorstellen möchte. Die ersten Container wurden nur in Handarbeit gefertigt - Maschinen hierfür seien ebenfalls in der Entwicklung.

 

Das zurzeit fünfköpfige Unternehmen, das jetzt noch in einer angemieteten Halle in der Adlerstraße ansässig ist, will im vierten Quartal 2008 laut Technik-Direktor Jens Zimmermann mit 20 Mitarbeitern mit der Serienproduktion starten. Zuvor müssten noch Tests und Zertifizierungen erfolgreich verlaufen. Im Endausbau sollen bis zu 80 Mitarbeiter jährlich 12.000 Container produzieren. Für den Job würden vor allem ausgebildete Tischler gebraucht, so Zimmermann. Der Markt sei groß. Europaweit schätzt Panick die Zahl der zurzeit eingesetzten Luftfracht-Container auf 120.000.

 

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) lobt das Durchhaltevermögen von Conair. Gemeinsam werde in nächster Zeit ein neuer Standort im Industriegebiet Kirchmöser gesucht,wenn das jetzt von der Gleisbaumechanik angemietete Gebäude 62 nicht mehr ausreicht - im Endausbau wird etwa eine Hallenkapazität von 3.000 Quadratmeter benötigt. Binnen der nächsten drei Jahre wird Conair Panick zufolge 5 Mio.Euro in Kirchmöser investieren.

 

Artikel aus dem Preußenspiegel vom 25.05.2008, René Paul-Peters

 

 

 
Spritspar-Container aus Brandenburg | 06.02.12 | Druckversion
 

     
 
 
 

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