Großer Druck - Güssow Design in Kirchmöser will sich erweitern

Innerhalb der nächsten zwei Jahre will die Firma Güssow Design mit Sitz in Kirchmöser zu den zehn führenden Unternehmen in Deutschland gehören, die sich mit der Produktion von digitalen Großformatdrucken befassen. Das sagte gestern Geschäftsführer Jens Güssow der MAZ.
Die Grundlage, um dieses Ziel zu erreichen, wurde jetzt mit der Anschaffung einer neuen Produktionsanlage geschaffen. Damit ist es möglich, sämtliche starre und flexible Medien bis zu einer Breite von 3,5 Metern in fotorealistischer Qualität zu bedrucken. Bislang lag das Maximum bei 2,5 Meter, so Güssow. Seine Neuanschaffung hat sich Güssow Design etwa 1,8 Millionen Euro kosten lassen. Ein Fünftel davon steuerte das Land Brandenburg über die so genannte GA-G-Förderung bei, mit der die regionale Wirtschaftsstruktur verbessert wird. Mittelfristig sollen zudem fünf weitere Mitarbeiter eingestellt werden, derzeit hat das Unternehmen in der Adlerstraße 12 acht Beschäftigte.
Darüber hinaus plant Geschäftsführer Güssow eine Erweiterung des Betriebsgeländes. Zu dem jetzt rund 8000 Quadratmeter großen Areal sollen noch einmal etwa 4000 bis 5000 hinzukommen, indem ein Weg und Gebäude nebst Freifläche erworben werden. Dort soll vermutlich eine weitere Halle entstehen, aber auch Parkplätze für die Mitarbeiter. Grundsätzlich will man mit der Flächenerweiterung den Bereich der Weiterverarbeitung ausbauen. Güssow nennt dabei die Lackieranlage und die Metallverarbeitung. Als Realisierungszeitraum gibt er zwei bis drei Jahre an. Die Investitionen würden ähnlich wie bei der Großformatdruckanlage bei knapp zwei Millionen Euro liegen.
Der Geschäftsführer rechnet damit, dass der Umsatz in etwa zwei Jahren bei fünf bis acht Millionen Euro liegen wird. Zu den heutigen Zahlen wollte er sich nicht äußern.
Das Unternehmen aus Kirchmöser arbeitet derzeit mit fünf großen Kunden zusammen, sagt Güssow. Darunter sind auch BMW, Telekom und Nike. Zu den Projekten, die Güssow Design realisiert hat, gehörte 2006 die Ausstattung der Fanmeile in Berlin zur Fußball-WM. In nur drei Tagen sei dieses Vorhaben umgesetzt worden.. (A.K)
Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 17.12.2007