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"Eine verdammt schöne Zeit!"


Kirchmöser (wok). "Danke, dass wir hier lernen durften, danke für die Geduld aller Ausbilder, die sie mit uns gehabt haben. Es war eine verdammt schöne Zeit." Matthias Kentzler sagte das locker und gelöst, trotz der vielen Gäste, die aus Anlass der Freisprechung von 27 Auszubildenden in das alte Pumpenhaus im Industriegebiet Kirchmöser-Nord gekommen waren. Gemeinsam mit ihren Ausbildern und Lehrern vom OSZ "Gebrüder Reich-stein" sowie IHK-Präsident Dr. Victor Stimming und Vertretern der delegierenden Betriebe begingen sie den krönenden Höhepunkt ihrer Lehrzeit. Besonders positiv von den Anwesenden aufgenommen wurde übrigens die leider nicht mehr oft zu bemerkende Tatsache, dass alle jungen Männer von sich aus festlich gekleidet erschienen.

Die Qualität der Ausbildung in der Spezialmaschinenbau und Ausbildungs GmbH (Spema) lässt sich mit eindrucksvollen Zahlen belegen. So haben in diesem Jahr alle Azubis ihre Lehre mit Erfolg beendet. Wie das übrigens auch in den zurückliegenden zehn Jahren der Fall war. Besonders wichtig: Alle werden als Facharbeiter übernommen, entweder in den Einstellungsbetrieben oder in Firmen aus der Umgebung. Hervorragend auch die Prüfungsergebnisse. Es gab dreimal die Gesamtnote Eins und nach etwas Pech nur einmal die Note Vier. "Ein noch nie dagewesenes Ergebnis", wie Spema-Geschäftsführer Hanjo Sawitzki im Gespräch hervorhob. Die besten Lehrlinge waren Jens Dietrich vom Brandenburger Elektrostahlwerk, Sascha Meier von den Verkehrsbetrieben und Michael Peters von der Kark Maschinenfabrik.

Einen großen Anteil an den Ausbildungserfolgen hat der 69-jährige Dieter Brüll, der aus Interesse an der Jugend und ihrer bestmöglichen Bildung ehrenamtlich Unterricht gibt. "Auf Grund meiner langen Erfahrungen in der Ausbildung - seit 1966 - und der Arbeit im Prüfungsausschuss fällt es mir nicht schwer, den Jugendlichen das Wichtigste an Wissen zu vermitteln...Dieser Jahrgang war einfach Spitze. Die Grundlagen dafür lagen in der Bereitschaft der Jungen, hier etwas zu lernen, und im fantastischen Umgang miteinander."

Nach der feierlichen Übergabe der Zeugnisse an die künftigen Industriemechaniker gab es Blumen und Geschenke - von den Vertretern der delegierenden Betriebe und der Spema für die erfolgreichsten nunmehr ehemaligen Lehrlinge.

IHK-Chef Stimming verwies in seinen Worten an die künftigen Facharbeiter darauf, dass für sie nunmehr eine neue Zeit beginnt. Eine Zeit, die vom ständigen Weiterlernen bestimmt wird, denn auch im Land Brandenburg werden zunehmend hoch qualifizierte junge Menschen gesucht. "Im Bereich der Industrie- und Handelskammer Potsdam bestehen derzeit rund 12.500 Ausbildungsverhältnisse. Damit schaffen viele Betriebe die Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit in der Zukunft. Ich appelliere hier an alle Verantwortlichen, die Verbundausbildung (die Ausbildung für verschiedene Betriebe des Territoriums, wie Brandenburger Elektrostahlwerk, Verkehrsbetriebe, Gleisbaumechanik, Brandenburger Stahl- und Anlagenbau; d. Red.) wie hier in Kirchmöser weiterzuführen. Dass sie von Erfolg gekrönt ist, belegen Zahlen. Während die Durchfallquote im Schnitt bei über 20 Prozent liegt, beträgt sie hier null Prozent. Damit steht der Jugend doch jeder Weg offen."


Brawo, 07.03.2007 - www.brawo.de

 
Eine verdammt schöne Zeit! | 06.02.12 | Druckversion
 

     
 
 
 

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